Kristina Piwecki

Mittwoch, 24. Januar 2024, 19.30 Uhr
Mehrzweckraum des Spitals Affoltern

Die Giacometti-Dynastie aus dem Bergell

Kristina Piwecki, lic.phil. I, Kunsthistorikerin: Studium Germanistik und Kunstgeschichte in Berlin und Zürich. Redaktorin beim Rundfunk, Kulturredaktorin der Schweizer Handelszeitung, Auslandkorrespondentin der Kunstzeitschrift «art», freie Journalistin bei verschiedenen Kunstzeitschriften (Weltkunst, DU), Dozentin an der Volkshochschule Zürich und der Seniorenuniversität Luzern.

Weltkunst aus der Einsamkeit der Berge! Giovanni, Augusto, Alberto und Diego Giacometti haben mit ihren Werken avantgardistische Stile geprägt und ihre Individualität im internationalen Kontext behauptet.
Lässt sich bei Giovanni die Verbundenheit mit seiner Bergeller Heimat mit der Kühnheit seiner lichtvollen Farbpalette in eine spannende Beziehung setzen, so wird bei Augusto das Augenmerk bewundernd auf die mutige Hinwendung zur weitgehend abstrakten Malerei zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum bewundernden Augenmerk. Künstlerische Experimentierlust war beiden Cousins gegeben, die sich aber in grosser Unterschiedlichkeit auswirkte.
Ebenso hat sich Alberto Giacometti seine künstlerische Weltsicht vollkommen eigenständig geformt. Als der grosse Skulpteur des 20. Jahrhunderts kam er mit seiner radikalen Vereinfachung zu genialen und auf Dauer nachhaltigen Ergebnissen. Diego Giacometti fügte mit seinen feinsinnigen und poetischen Objektverzierungen eine neue Dimension der Betrachtung hinzu und ergänzte das unverwechselbare Quartett hochbegabter Künstlerpersönlichkeiten aufs Schönste.